TRITTE, ROCKABY UND MEHR

THEATER

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100 Jahre Samuel Beckett
13.April 2006–22.Dez 1989
im Alten Zollamt Wiesbaden-Biebrich Rheingaustrasse 147, Rheinufer

ImpulsTheater ruft eine Serie von Einaktern und theatralischen Miniaturen - "Reisen in die Dichte der Dinge" so Francis Ponge über den Einakter – ins Leben. Nicht abendfüllende Stücke, sondern Momentaufnahmen vorwiegend von Autoren der Moderne. Den Auftakt machte im Dezember 2005 ‚Rockaby’ von Samuel Beckett in den Kellerräumen von ERGO, Friedrichstrasse 48. Wir bleiben vorerst bei Beckett und bringen am 16. 12. 2006 einen Beckett-Abend zur Aufführung.

Becketts Einakter können als Momentaufnahmen, kurze Eindrücke begriffen werden. Sie kreisen um die Themen Schöpfung und Vergänglichkeit, menschliche Existenz und Sinnsuche.

Beckett schreibt über den Menschen, „der ohne Antworten auskommen muß, jenseits der Sinnfragen und Wertungen, doch auch jenseits einer behaupteten Sinnlosigkeit und Ihrer Abwertungen.“ (Georg Hensel)

ImpulsTheater nutzt die Räume des Alten Zollhauses am Rheinufer, wo das Publikum von Clowns von Raum zu Raum geleitet wird.

Zu den Clowns: Sie schaffen Balance, spiegeln, stellen in Frage. Sie sind Spaßmacher, Vermittler, Symbolgestalten, Außenseiter.

1

Tritte

Mutter und Tochter leben unter einem Dach. Ein rätselhaftes "ES" bindet die Tochter an das Haus. Die Mutter krank und bedürftig - die Tochter offenbar ohne Kontakt zur Außenwelt. Die Jüngere geht ihre Bahnen, tagaus, tagein. „Ich muss die Schritte hören“, sagt sie. Aus beider Munde hören wir eigenartige Geschichten, deren Protagonisten May und ihrer Mutter zu ähneln scheinen.

May Marion Gerlach
Mutter Christiane Zerda

2

TEXT 4 AUS "TEXTE UM NICHTS"

„Wohin ginge ich, wenn ich gehen könnte“ - mit diesen Worten beginnt der von Christiane Zerda gelesene Prosatext des Dichters Beckett.
Das Erzähler-Ich kreist um den Sinn seiner Existenz, berichtet von seinem Konflikt mit dem „Anderen“, der sich ständig in sein Leben einmischt und ihn partout dazu bringen will, eine Geschichte zu haben, wo er selbst doch mit dem bloßen Leben und Atmen zufrieden sein könnte. Er verwickelt sich in seinen Gedanken und endet dort, wo seine Überlegungen begonnen haben...

3

WOHIN GINGE ICH, WENN ICH GEHEN KÖNNTE

inspiriert von Nummer 4 aus „Texte um nichts“
Karoline Röhr nähert sich auf ihre Art dem eigenwilligen Autor. Ihre Sprache sind der Körper, die Bewegung und der Raum.

4

Atem

Eine szenische Miniatur über das Phänomen "Atem".
Mit Margarita Swedrzynska und Geoffrey Steinherz

5

Rockaby

Eine alte Frau im Schaukelstuhl – Beckett beschreibt sie als bleich, vorzeitig gealtert, mit wirrem Haar. In unserer Inszenierung ist sie eine alte Dame, die, „in ihrem schönsten Schwarz die steile Treppe ganz nach“ unten gegangen ist, um im gleichen Schaukelstuhl wie ihre Mutter einst, ihr Leben zu beschließen. Mit einem energischen „Nein, nie mehr so was“ entscheidet sie selbst, was sie für richtig hält. Ein Stück über das Altern, aber auch über das Alleinsein, über die Sehnsucht nach der „anderen lebenden Seele, einer einzigen anderen lebenden Seele“. Am Ende bleibt die Hoffnung.
Mit Christiane Zerda.

Mit
Marion Gerlach, Karoline Röhr, Christiane Zerda

Clowns
Margarita Swedrzynska, Geoffrey Steinherz

Regie
Susanne Schwarz

Bühne/Kostüme
Suse Kuehnhold

Gefördert vom
Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst
Kulturamt der Stadt Wiesbaden
Projekt Soziale Stadt Biebrich für den Spielort Altes Zollamt

Die Autorenrechte liegen beim Suhrkampverlag

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