Vor langer Zeit im Mai

Roland Schimmelpfennig

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Einundachtzig kurze Bilder für die Bühne - szenisch gelesen in vier Dimensionen

Spielleitung und Hörbares: Susanne Schwarz
Installation und Figuren: Sonja M. Welp
Stimmen ER und SIE: Geoffrey Steinherz, Susanne Schwarz

Aufführungsrechte beim S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main
Mit freundlicher Unterstützung des Kulturamts der Stadt Wiesbaden und Soziale Stadt Biebrich

Spielort: Wiesbaden-Biebrich,
Altes ZollAmt, Rheingaustrasse 147

Premiere: 20. 12. 07 Wiederaufnahme März 2008

ZUM STÜCK:

Sehnsucht, Situationen, die nicht so absurd sind, wie sie auf den ersten Blick erscheinen, Mordgelüste aus Eifersucht…
Sind Sie wirklich eifersüchtig? Fahren Sie den Alten gegen die Wand!
Aber dann wissen Sie nicht, „was in dem Koffer war“!
Fragen Sie die Dame im Rokokokleid. Übrigens - Wie viele Damen in Rokokokleidern, Putzfrauen und Boyfriends mit Baseballkappe passen auf ein Fahrrad?

Schimmelpfennig hat ein Stück über unerfüllte Träume vom Glück zu zweit geschrieben: Thema mit Variationen, deren Knappheit und schnelle Abfolge überrascht. Der 1967 geborene Autor hat in seiner Aneinanderreihung kurzer serienartiger Szenen Poesie und Komik des Scheiterns zusammengebracht. Rätselhafte Konstellationen und immer wieder kehrende Bilder, Fetzen von Erinnerungen und Wunschträumen lösen einander ab.

ImpulsTheater zeigt eine szenische Lesung des Stücks.
Elemente des Figurentheaters fließen in die
Inszenierung ein.

Sonja M. Welp strukturiert den Raum und baut ein Ensemble von Figuren, sozusagen das Personal des Stücks „Vor langer Zeit im Mai“.

Susanne Schwarz liest das Stück. Sie übernimmt die ‚Spielleitung’ für ihre stumme Schar, bewegt die Figuren durch den Raum und ordnet sie zu Bildern an, die Schimmelpfennig in 81 kurzen Szenen vorgibt.

Wir denken, dass der Einsatz von Theaterfiguren und ein
Andeuten – statt Ausspielen - der Szenen dem Zuschauer die Möglichkeit gibt, diese vor dem inneren Auge zu vervollständigen und mit seinen eigenen Assoziationen in Verbindung zu bringen.
Die Reduzierung der Mittel erinnert an das Erzähltheater von Wanderbühnen. Diese Inszenierung betrachten wir als Versuch, auch ein komplexeres Stück nur mit den notwendigsten szenischen Mitteln auszustatten.

Der in Göttingen geborene Roland Schimmelpfennig hat nach dem Abitur als Journalist in Istanbul gearbeitet und war nach dem Regiestudium an der Otto-Falckenberg-Schule an den Münchner Kammerspielen engagiert. Er ist einer der meistgespieltesten Gegenwartsdramatiker Deutschlands. Seit 1996 arbeitet Roland Schimmelpfennig als freier Autor. Die Berliner Schaubühne und das Deutsche Schauspielhaus in Hamburg sind Stationen seines Schaffens. Seit 1999 ist Schimmelpfennig Professor für Dramaturgie an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Weltweit werden seine Theaterstücke in über 40 Ländern mit großem Erfolg gespielt.

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