Lenz

Theater

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von Georg Büchner

Georg Büchner beschreibt subtil die Sinnsuche eines genialen, doch einsamen Dichters. Seine 1836 entstandene Erzählung befasst sich mit einer Episode aus dem Leben des Sturm und Drang - Autors Jakob M. R. Lenz. Der 1751 in Livland geborene Lenz hatte sich schon mit zwei sozialkritischen Dramen unter Dichterkollegen – darunter Goethe - einen Namen gemacht, bevor er sein seelisches Gleichgewicht verlor und Hilfe bei dem elsässischen Dorfpfarrer Oberlin suchte.

„Ihm schaut da die Seele zum Körper heraus“ – so schreibt Elfriede Jelinek in ‚er nicht als er’ über Robert Walser. Das trifft auch für den Fall Lenz zu. Interessierte Zeitgenossen und 1835 ebenfalls Büchner nehmen Anteil an seiner bilderreichen, doch quälenden, selbstzerstörerischen Innenwelt.

Auch dem Dichter Lenz und dessen Gedanken über das Verhältnis von Kunst und Leben fühlt sich Büchner verbunden: „Man versuche es einmal und versenke sich in das Leben des Geringsten und gebe es wieder,“ so Lenz in der Fragment gebliebenen Erzählung.

Basierend auf den Aufzeichnungen Oberlins setzt sich Büchner mit Lenzens gut zwei Wochen dauerndem Aufenthalt im elsässischen Waldersbach (1778) auseinander.

Das Lenz-Sein als Modell? Lenze aufspüren, auch die eigenen, zu verstehen versuchen, auch oder gerade wieder heute.

Schauspiel: Armin Nufer

Assistenz: Jule Oberfeuer

Medien: Stephan Marx

Kostüm: Suse Kuehnhold

Bühne: Titus Grab

Fotos: Astrid Garth

Regie: Susanne Schwarz

Premiere: 20. März 2005, 19.30 Uhr

Theater an der Adelheidstrasse
Adelheidstrasse 21/Hinterhof
Wiesbaden, Nähe Bahnhofstrasse

Details und weitere Aufführungen siehe Termine

Mit freundlicher Unterstützung des Kulturamtes der Stadt Wiesbaden, des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst, der NASPA-Stiftung und dem Weingut Schüler-Katz, Kiedrich/Rheingau, der Schreinerei Wienker

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